Infos und Tipps

Osteosynthese
Dermatologie
Geriatri
Der Fellwechsel
Notfälle bei Hunden und Katzen
Chippflicht für alle Hunde (lt. Tierschutzgesetz)
Impfplan für Hunde
Impfplan für Katzen
Ernährung bei Hunden
Ernährung bei Katzen



Osteosynthese

Unter Osteosynthese versteht man die chirurgische Versorgung von Knochenbrüchen mit Nägeln, Drähten, Schrauben und Platten. Das Ziel ist eine optimale Heilung von Knochenbrüchen.

Mit Hilfe der Osteosynthese bei Knochenbrüchen an Vorder- oder Hintergliedmassen werden aufwendige und von Tieren nur schwer akzeptierte Gipsverbände oder Schienen überflüssig. Diese Behandlung ermöglicht eine frühzeitige und kontrollierte Bewegung des erkrankten Beines. Es wird auch gegen Gelenkschäden und Muskelschwund vorgebeugt.

Um eine ordnungsgemäße und schmerzfreie Gelenkfunktion ohne schwerwiegende Veränderungen zu gewährleisten, müssen gelenknahe Brüche und Frakturen mit Gelenkbeteiligung mittels Osteosynthese versorgt werden.

Wenn bei Katzen und Hunden Knochenbrüche im Bereich des Gesichtsschädels z.B. durch Autounfälle auftreten, dann kann man mit Hilfe von Metallimplantaten eine störungsfreie Nahrungsaufnahme ermöglichen.

Schrauben und Platten sind oft sehr wirksam bei einer Instabilität der Wirbelsäule.


Beispiel:

osteosynthetische Versorgung einer
Oberschenkel-Schrägfraktur bei einer Katze
mit Marknagel und Drahtcerclage


Oberschenkel
Vor...

... und nach der Operation

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Dermatologie

Die Dermatologie befasst sich mit infektiösen und nicht infektiösen Hauterkrankungen. Immer mehr Tiere leiden an Hautkrankheiten oder Allergien.
Unsere Wege diese Krankheiten zu lösen.

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Geriatri

Damit bezeichnet man in der Medizin das Älterwerden der Tiere. Nicht nur die Lebenserwartung der Menschen, sondern auch die der Tiere ist gestiegen. Vor allem wegen der gezielten Altersvorsorge, Zuchtkontrollen und altersgerechter Ernährung.
Jeder Tierbesitzer sollte wissen, ab wann sein Tier als älter werdend betrachtet wird. Dies ist natürlich Abhängig von der Tierart und es gibt hier sogar „Umrechnungsformeln“.

Bei Katzen:     Bei Hunden:  
Katzenjahre
Menschenjahre  
Hundejahre
Menschenjahre
1 Jahr
16 Jahre  
1 Jahr
16 Jahre
2 Jahre
26 Jahre  
2 Jahre
24 Jahre
3 Jahre
32 Jahre  
3 Jahre
28 Jahre
4 Jahre
42 Jahre  
4 Jahre
32 Jahre
5/6 Jahre
47 Jahre  
5 Jahre
36 Jahre
7 Jahre
52 Jahre  
6 Jahre
40 Jahre
8 Jahre
56 Jahre  
7 Jahre
44 Jahre
9/10 Jahre
61 Jahre  
8 Jahre
48 Jahre
11/12 Jahre
65 Jahre  
9 Jahre
52 Jahre
13 Jahre
71 Jahre  
10 Jahre
56 Jahre
15/16 Jahre
81 Jahre      
17 Jahre
85 Jahre      

Altern ist keine Krankheit, sondern ein Lebensabschnitt, der Veränderungen mit sich bringt, an die sich der Besitzer dementsprechend anpassen sollte.

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Der Fellwechsel

Viele Tiere können Eigenschaften und die Farbe ihres Fells verändern. Dies geschieht 2 mal pro Jahr und ist jahreszeitlich bedingt. Tiere verändern die Dichte ihres Felles, um sich vor der Kälte zu schützen. In der Zeit des Fellwechsels muss das Fell des Tieres gut gepflegt werden, da es sich leicht verfilzt damit die Tiere ein schönes glänzendes Fell haben. Ein schönes, glänzendes Fell ist oft das Zeichen für ein gesundes Tier. Es gibt jedoch auch Tiere, wie zum Beispiel der Pudel, die keinen Fellwechsel haben. Hier muss das Fell regelmäßig geschnitten werden. Hündinnen haaren kurz bevor sie läufig sind. Im Durchschnitt dauert der Fellwechsel 6 – 7 Wochen. Falls der Fellwechsel viel länger dauert, kann das an einem Nährstoffmangel liegen.
Katzen haben ihren Fellwechsel meist im Herbst, auch hier gilt bürsten und kämmen für ein schönes Fell. Weiters sollte man ihnen Vitamine gegen Mangelerscheinungen zuführen.

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Notfälle bei Hunden und Katzen

!! Erste Hilfe kann Leben retten !!

Bei jedem Versuch, einem Tier das Leben zu retten, ist es wichtig den Tierarzt zu verständigen, denn dieser kann Ihnen die notwendigen Maßnahmen erklären und sich in der Zwischenzeit für den Notfall vorbereiten.
Viele Tiere werden bei einer schweren Verletzung aggressiv, deshalb sollte man dem Tier gut zureden bevor man es berührt. Falls man einen Beißkorb hat, kann man diesen dem Hund umlegen. Katzen werden meist mit einer übergelegten Decke ruhiger. Bevor man das Tier transportiert kann man einen Verband um die Wunde des Tieres legen. Dieser Verband sollte fusselfrei sein. Um bei stärkeren Verletzungen einen hohen Blutverlust zu vermeiden, muss man einen Druckverband anlegen.
Wenn man bei einem bewusstlosen Tier keinen Puls spüren kann, muss man sofort mit der Wiederbelebung beginnen.

Wiederbelebung:

- Atemwege freihalten: Die Zunge des Tieres sollte vorne liegen. Blut, Schleim und erbrochenes muss man entfernen

- Beatmen: Das Tier sollte mit einem Tuch über die Nasenlöcher beatmet werden.

- Herzmassage: Sollte nur durchgeführt werden, wenn man sicher ist, dass das Herz des Tieres nicht mehr schlägt. Man legt eine Decke unter den Brustkorb des Tieres und drückt bei kleinen Tieren mit Fingern und bei großen Tieren mit zwei Hände auf den Brustkorb des Tieres.

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Chippflicht für alle Hunde (lt. Tierschutzgesetz)

Durch die Änderung des Tierschutzgesetzes (§ 24a Tierschutzgesetz, BGBl. I, Nr. 118/2004, Infoblatt;) müssen seit Jahresbeginn (1.1.2010) alle Hund mittels Mikrochip gekennzeichnet werden.
Jeder Halter von Hunden ist verpflichtet seinen Hund innerhalb eines Monats nach dem Chippen (oder Einreise nach Österreich) zu melden. Diese Meldung kann wie folgt erfolgen:

1.Im Auftrag des Halters durch den Tierarzt, der die Kennzeichnung vornimmt

2.Meldung der Mikrochipdaten durch den Hundehalter über die Bezirks-hauptmannschaft Horn
(Gebühren und Abgaben von € 19,70)

3.Ab Sommer 2010 kann der Hundehalter über ein Portal im Internet selbst die Daten übermitteln.


Information zur Kennzeichnung

Der etwa reiskorngroße Mikrochip, auf dem eine 15-stellige Identifikationsnummer gespeichert ist, wird dem Tier von einem Tierarzt injiziert. Der Eingriff ist nicht schmerzhafter als eine Impfung. Mit Hilfe eines Lesegeräts wird der Mikrochip durch elektromagnetische Wellen aktiviert, und es kann so die Chipnummer, ein weltweit nur einmal vergebener Identifikationscode, einfach abgelesen und der Tierbesitzer über die registrierten Daten gefunden werden.


Welche Daten werden gespeichert?

Daten des Halters

Name, Nummer eines amtlichen Lichtbildausweises, Zustelladresse, Kontaktdaten, Geburtsdatum, Datum der Aufnahme der Haltung, Datum der Abgabe und neuer Halter oder Tod des Tieres. Bei Weitergabe des gechipten Hundes ist der Vorbesitzer für Änderung der Daten bezüglich des Besitzwechsels zuständig.


Tierbezogene Daten:

Rasse, Geschlecht, Geburtsdatum (zumindest Jahr), Chipnummer, Geburtsland

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Impfplan für Hunde

Der Impfplan für Hunde beginnt mit einer Grundimmunisierung des Welpen.
Diese Impfung ist sehr wichtig für die Gesundheit des Welpen und sollte deshalb sorgfältig durchgeführt werden. Vor allem die Impfungen gegen Parvovirose und Staupe sind sehr wichtig.

Zu empfehlen ist das Impfschema, wie folgt:

8. Lebenswoche: Parvovirose, Staupe (HCC), Leptospirose

12. Lebenswoche: Parvovirose, Staupe (HCC), Leptospirose, Tollwut

16. Lebenswoche: Parvovirose, Staupe (HCC), Leptospirose, Tollwut


Dieses Schema ist nicht allgemeingültig. Absprache mit Ihrem Tierarzt ist notwendig.
Es ist unbedingt auf eine regelmäßige alljährliche Nachimpfung zu achten.

Voraussetzung für Urlaubsreisen sind:
• gültige Tollwutimpfung
• Chip
• EU-Pass (€15,-)

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Impfplan für Katzen

Die Schutzimpfung ist nötig, da sie die einzig wirksame Vorbeugung gegen Virusinfektionen ist.
Katzen werden durch die Impfungen immun und bauen einen Schutz gegen die Krankheitserreger auf. Deshalb erfordert jede Krankheit eine spezielle Impfung.

Unten angeführt sehen sie ein Impfschema.

9 Wochen: Katzenschnupfen, Katzenseuche

12 Wochen: Leukose, Tollwut, Auffrischung von Katzenschnupfen und Katzenseuche;

16 Wochen: Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), Auffrischung von Leukose und Tollwut

19 Wochen: Auffrischung von FIP


WICHTIG ist es, dass eine Katze die Schutzimpfung rechtzeitig vor einer Reise erhält. Es muss auch darauf geachtet werden, dass Ihre Katze regelmäßig die jährliche Wiederholungsimpfung erhält, denn nur so ist ein dauerhafter Schutz gewährleistet.

Voraussetzung für Urlaubsreisen sind:
• gültige Tollwutimpfung
• Chip
• EU-Pass (€15,-)

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Ernährung bei Hunden

Wie oft und wann füttert man junge Hunde?
Zeitraum Anzahl der Fütterungen erste Fütterung letzte Fütterung
2. Lebensmonat 4x Zusätzlich zur Muttermilch  
3. Lebensmonat 3x 7 Uhr 19 Uhr
4. und 5. Lebensmonat 3x 8 Uhr 18 Uhr
6. und 7. Lebensmonat 2x 9 Uhr 17 Uhr
8. – 12. Lebensmonat 2x 9 Uhr 15 Uhr
Nach einem Jahr 1 – 2x 13 Uhr (oder) 18 Uhr

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Ernährung bei Katzen

Katzen brauchen Energie. Diese bekommen sie aus Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Der Körper wandelt diese Energie in eine andere Energie um, die für die Katze wichtig ist, nämlich in Wärme, damit die Körpertemperatur ständig zwischen 38 und 38,5° liegt, in elektronische Energie, damit zB das Nervensystem exakt und schnell reagiert, in Bewegungsenergie, damit die Katze laufen, springen und kratzen kann und in chemische Energie, damit der Körper der Katze wächst und neue Zellen bildet.
Diese Energieumwandlung erfolgt durch einen Verbrennungsprozess.

Die richtige Futtermenge:

Eine ausgewachsene Katze hat im Durchschnitt einen Energiebedarf von 300 – 350 kJoule pro Kilo Körpergewicht.

Gewicht der Katze braucht pro Tag
3 kg 1.010 kJ (ca. 240 kcal)
4 kg 1.340 kJ (ca. 320 kcal)
5 kg 1.670 kJ (ca. 400 kcal)

Ernährungsfehler

1. Verfütterung von qualitativ minderwertigem Eiweiß
a. bekommt die Katze miderwertiges Eiweiß kann es zur Abmagerung, struppigem oder glanzlosem Fell und zur Appetitlosigkeit kommen
b. junge Katzen können durch minderwertiges Eiweiß Wachstumsverzögerung erleiden

2. reine Fleischfütterung
a. Fleisch enthält zu wenig Kalzium. Durch die Fütterung ausschließlich von Fleisch können Katzenkinder ihr Skelett nicht genügend aufbauen.

3. Übermäßige Leberfütterung
a. dadurch kann es zu einer Vitamin – A – Vergiftung kommen
b. die Folgen sind: Knochenwunderungen, Lahmheiten, Gelenksstarre, Verkrüppelungen

4. zu viel Kuhmilch
a. dadurch kann es zu schweren Durchfällen kommen

5. Ausschließliche Fütterung von selbst bereitetem Futter
a. durch zu langes Kochen werden Vitamine teilweise oder ganz zerstört, dadurch kommt es zur Appetitlosigkeit, Infektionsanfälligkeit, gestörtem Sehvermögen, Erbrechen und Krämpfen, die eventuell zum Tod führen können und Wachstumsstörungen.

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